Pressemitteilung
Democracy - what is it? - Grüne Jugend Bayern bedauert Räumung des AudiMax der LMU
Am Montag den 28.12.2009 wurde der AudiMax der Ludwig-Maximilians
Universität nach fragwürdigen Regulierungen der Besetzung über die
Feiertage geräumt. Der Widerstand war zu diesem Zeitpunkt bereits
weitestgehend gebrochen, nachdem sich die verbliebenen Besetzer mehrere
Tage lang über einen Flaschenzug hatten ernähren müssen. Die Grüne
Jugend Bayern hofft, dass die eher kleinlichen Fragen, nach Kosten für
Sachschäden die weitere Debatte nicht dominieren werden und appelliert
an alle Beteiligten, die gerade entstehende demokratische Kultur in der
LMU nicht zu vergiften.
"Wir haben uns mit der Besetzung solidarisch erklärt und selbst
häufig im AudiMax übernachtet und diskutiert, weil wir es für
wesentlich halten, dass demokratische Grundsätze gepflegt und gelebt
werden", erläutert Eva Pumpurs (Sprecherin der Grünen Jugend Bayern)
und ergänzt: "Sicherlich war es nicht die klügste Form, wichtige
Entscheidungen mit einer ¾ Mehrheit zu beschließen. Demokratie muss man
eben üben. Aber genau das ist im AudiMax in den letzten Wochen auch
passiert: das Plenum hat sich für viele Studierende als
Möglichkeit erwiesen, Demokratie erstmals selbst zu erleben und das oft sehr positiv."
Auf die Forderungen Herrn Hubers und die Problematik der Raumbelegung wurde von Seiten der Besetzung so weit eingegangen, wie es möglich war. Es
wurden Ausweichräume gefunden. Die Selbstorganisation der Besetzung und
auch der Wille möglichst alle Studierenden einzubinden können im
Nachhinein nicht schlecht geredet werden. Es bleibt zu hoffen, dass
dieses Ende der Besetzung nicht als bitterer Nachgeschmack stehen
bleibt.
"Die Regelung der Universitätsverwaltung, die de facto bewirkte,
dass die Besetzung von der Öffentlichkeit abgeschnitten war, ist
ebenfalls nicht unbedingt klug, wenn man Demokratie leben will", meint
Florian Sperk (Sprecher der Grünen Jugend Bayern) und erklärt: "Die
UNI-Leitung hätte sich auf wesentliche inhaltliche Punkte konzentrieren
können, wenn sie diese schon in der Öffentlichkeit so betont. Engagement für mehr Demokratie lohnt sich an jeder UNI."
