Bericht
GRÜNE JUGEND Oberpfalz forciert Rechtsradikalismus als Thema - Wegsehen ist keine Lösung
Im Rahmen der Bezirksversammlung von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN am
vergangenen Freitag in Kastl (Lkr. Amberg-Sulzbach) hielt Stefan
Christoph als Vorsitzender der GRÜNEN JUGEND Oberpfalz ein Referat zum
Thema Rechtsradikalismus in Ostbayern.
Dabei stellte Christoph zuerst die aktuelle Situation dar, in der
Rechtsradikale versuchen, sich immer weiter an das Spektrum der
demokratischen Parteien anzunähern. Dies geschehe indem sie einerseits
Themen der Mitte für sich beanspruchen, und andererseits ihre eigenen
Themen in den politischen Diskurs einbrächten.
Anschließend legte Christoph die wichtigsten Akteure der oberpfälzer
Neonaziszene und ausgewählte Ereignisse in der Oberpfalz bzw. unter der
Beteiligung oberpfälzer Neonazis dar.
Christoph selbst beschäftigt sich persönlich schon seit einigen Jahren
mit der ostbayerischen Neonaziszene und arbeitet auch wissenschaftlich
zum Thema Rechtsradikalismus.
"Wir freuen uns, dass die Bezirksgrünen unseren Vorschlag zum
Schwerpunktthema Rechtsradikalismus angenommen haben", erklärt seine
Kollegin Ursula Herrmann, Generalsekretärin der GRÜNEN JUGEND Oberpfalz,
"Dieses Problem ist in der Oberpfalz kein neues, aber immer noch ein
aktuelles Thema."
Man müsse endlich Initiativen gegen Rechts stärken und konsequent
öffentlich für Werte wie Demokratie und Toleranz eintreten.
"Initiativen vor Ort müssen gestärkt werden.", so Stefan Christoph,
Sprecher der GRÜNEN JUGEND Oberpfalz weiter, "Es gibt in der Oberpfalz
gute Beispiele, wo dies funktioniert hat."
Jedoch gebe es leider auch noch immer Flecken im Bezirk, an denen
versucht werde, das Thema einfach unter den Teppich zu kehren und zu
ignorieren.
von Stefan Christoph
